Neue Influenza Typ H1N1
auch genannt Schweinegrippe
Zwischenstand (15.12.2009)
Nachdem nun die erste Welle etwas abgeklungen ist und wir knapp
vierhundert Personen geimpft haben. Gibt es neue
Informationen.
Der Krankheitsverlauf ist insgesamt eher milder, als bei der
üblichen Wintergrippe, dies passend zu den allgemeinen Berichten in
der Presse. Die Impfung ist gut verträglich, wir hatten zwei
Personen mit hochfieberhaften Reaktionen, dies aber nur für einen
Tag. Am häufigsten wurden vorrübergehende Muskelschmerzen geklagt.
Wichtig: Die Analyse von geimpften Personen hat ergeben, dass durch eine einmalige Impfung ein guter Schutz erzeugt wird, somit ist keine zweite Impfung erforderlich, auch nicht für Kinder.
Impfungen laufen
Aufgrund von Lieferengpässen bei dem Impfstoff konnten wir nicht
alle Personen impfen, die dies wollten. Wir mussten uns in der
ersten Runde auf die Risikopatienten konzentrieren und wir haben
bis auf eine Ausnahme das gesamte Praxisteam geimpft. Wir hatten
unter bisher 250 Impfungen zwei stärkere Nebenwirkungen mit Fieber,
insgesamt ist die Verträglichkeit aber gut. Die viel in den Medien
diskutierte Problematik der Langzeitnebenwirkung können auch wir
nicht wirklich einschätzen. Unserer Meinung nach, kann man im
Moment nicht sicher sagen, was richtig und was falsch ist.
Medizinisch muss ein nicht genau bekanntes Impfrisiko
(Langzeitnebenwirkung) gegen ein ebenfalls nicht genau bekanntes
Krankheitsrisiko (Todesfall durch Krankheit) abgewogen werden. Wir
halten weiterhin eine gut überlegte Einzelfallentscheidung für
richtig. (Stand 15.11.09)
Statement vom 29.10.2009 - Impfung startet
Der Impfstoff ist eingetroffen und wir beginnen heute mit der
Impfung. Wenn Sie geimpft werden möchten, dann rufen Sie bitte
vorher an, da wir immer 10 Personen sammeln müssen und der
Impfstoff nach Anbruch nur 24 Stunden verwendet werden kann.
Aufgrund der Diskussion um die Verträglichkeit, impfen wir in der
ersten Runde nur Personen mit einem erhöhten persönlichen Risiko.
(Stand 29.10.2009)
Allgemeine Informationen zur Schweinegrippeimpfung (Stand
15.11.2009)
Vorweg: Als man die Bevorratung mit dem Grippeimpfstoff plante,
ging man medizinisch und politisch von dem schlimmsten Fall, also
einer Pandemie mit vielen Todesopfern aus. Der einzig wirklich
mögliche Schutz vor solch einem Verlauf ist eine entsprechende
Massenimpfung.
Die Diskussion um die Zusatzstoffe und Nebenwirkungen belastet! Dennoch können auch wir sagen: Gemessen an den Studien und den früher schon verimpften Grippeimpfstoffen sind alle Impfstoffe sicher. Sie bergen alle gewisse Risiken, auch der „Regierungsimpfstoff“.
Nun verläuft die Pandemie glücklicherweise viel milder als befürchtet. Damit fällt das an sich geringe Risiko der Impfnebenwirkung bei einem sonst gesunden Impfstoffempfänger viel schwerer ins Gewicht!
Das bedeutet: Wenn sich die schweren Grippefälle im Verlauf der Erkrankungswelle häufen, sollte sich im Prinzip jeder impfen lassen! Zum jetzigen Zeitpunkt sollten sich die impfen lassen, die wegen einer Grunderkrankung ein hohes Zusatzrisiko haben. (z.B. Schwere Lungenerkrankung, Tumoren, Chemotherapie usw.)
ALSO: Überlegtes Verhalten, Risiko abschätzen, Strategieplan mit uns entwickeln, und dann hoffen wir allen Hindernissen bei Beschaffung und Ausführung der Impfung zum Trotz, das Boot durch die Brandung der Pandemie zu bringen.
Erkrankung
Die Schweinegrippe wird im Laufe des Winters zunehmen. Die
Hauptgefahr geht zur Zeit noch von unerkannten Erkrankten aus, die
sich unbemerkt zwischen anderen Personen befinden. Dies kann sich
ändern, wenn es tatsächlich zu einer Pandemie kommen sollte. Um
zwischenzeitlich das Ansteckungsrisiko bei uns in der Praxis so
niedrig wie möglich zu halten, ist es erforderlich, dass sie
sich vorher telefonisch anmelden, wenn bei Ihnen folgenden beiden
Aussagen zutreffen.
- Sie sind plötzlich erkrankt und Sie haben Fieber über 38° oder Husten und Muskel/Gliederschmerzen und Kopfschmerzen
- Sie waren innerhalb der letzten 7 Tage im Ausland oder hatten Kontakt zu einer Person mit einer gesicherten Neuen Grippe (Schweinegrippe)
Wir werden Ihnen dann mitteilen, wie das weitere Vorgehen ist, da sie getrennt von anderen Patienten in die Praxis hineingeführt werden. Haben wir bei Ihnen den Verdacht auf eine Schweinegrippe, dann kann es in einzelnen Fällen erforderlich sein, Abstriche aus Rachen und Nase zu nehmen, um die Erkrankung zu sichern.
Informationsstand diese Seite ist der 15.12.2009
